Fortbildungen zu machtkritischer Fotografie

In der Kolonialzeit wurden Bilder dafür genutzt, koloniale Aneignungen und Machtstrukturen zu legitimieren. Sie kreierten einen Gegensatz zwischen dem „Exotischen und Wilden“ und der „Weißen zivilisierten Gesellschaft“.

Inwiefern ist die Haltung zwischen Fotograf*in und Fotografierten heute anders? Wer bildet wen nach welchen Regeln ab? Wie stehen unsere Reisefotos mit kolonialen Traditionen in Verbindung? Ist unsere Fotokamera ein unschuldiges Werkzeug?

Mit diesen Fragen setzen sich Isaumir Nascimento und Maria Rojas auseinander. Ihre Fortbildungen bieten Raum, gewohnte Strukturen zu dekonstruieren und alternative Perspektiven in der Fotografie zu finden. Es werden grundlegende Techniken des Fotografierens vermittelt und in Verbindung mit einem machtkritischen Blick durch die eigene Kamera eingeübt. Durch das Erlernen fotografischer Mittel, durch Bildanalyse und kreatives Bearbeiten eigener Fotos erarbeiten sie Strategien, um machtbewusster und kritischer mit der Kamera zu agieren.

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